6 Thesen für ILEK

10 Fakten zur LOP

Dorferneuerung Rheinlandpfalz

Stadtentwicklung -Innenstadtentwicklung

innerörtliche Nachverdichtung

verdichteter Wohnungsbau

Touristikentwicklung

Aufsätze, Vorträge und Publikationen
 

Wissenschaft und Forschung

Angewandte Forschung am Lehr- und Forschungsgebiet der Technischen Universität Kaiserslautern von 1980-2006.

Vom Lehr- und Forschungsgebiet wurden und werden unterschiedliche Modellvorhaben durchgeführt und die Rahmenbedingungen für die praktische Umsetzung geschaffen.

Es folgt eine Zusammenstellung der Forschungsthemen und der dazugehörigen Projekte sowie Thesen von Prof. Dr. Hans Dennhardt zu den Themen ILEK und LOP.

 

 
         
   

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6 Thesen für Integrierte Entwicklungskonzepte (ILEK)

Integrierte Entwicklungskonzepte als Zukunftsstrategie für ländliche Räume

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Die Zukunft des ländlichen Raumes hängt entscheidend von natürlichen und anthropogenen Faktoren sowie deren Entwicklungsmöglichkeiten ab.

- Stärken und Schwächen eines Strukturraumes müssen festgestellt werden und die Analyseergebnisse sind entsprechend der Entwicklungspotentiale als Konzeptziele abzuleiten und als Maßnahmen umzusetzen.

- Kleine Städte und Dörfer müssen künftig stärker im Verbund zusammenarbeiten um insbesondere die Infrastruktur und grenzüberschreitende Projekte tragfähig zu machen.

- Planungsstrategien und der Einsatz von gezielt angelegten Förderinstrumenten sind Schlüssel für die positive Entwicklung des ländlichen Raumes sowie der Stabilisierung von ländlich geprägten Städten und Dörfern. Orts- und regionalspezifische PPP-Modelle sind in diesem Zusammenhang unerlässlich.

- Die auf Dauer erfolgreiche Umsetzung von Projekten und Maßnahmen kann nur mit aktiven Bürgern aus einem Strukturraum in Verbindung mit einer kompetenten Beratung als kommunales und regionales Management erfolgen.

- Vor dem Hintergrund der Wachstumskonzentration in den Metropolregionen ist im Sinne ausgewogener Lebensverhältnisse künftig verstärkt dem ländlichen Raum, Hilfestellung zu geben. Entleerungstendenzen, auch durch den weiteren Strukturwandel bedingt, müssen in ihrer Konsequenz offengelegt und raum­planerische Folgen gezogen werden.

 

 
     

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10 Fakten zur Ländlichen Ortsplanung (LOP)

Die Zukunft der ländlichen Ortsentwicklung

Dörfer und Kleinstädte müssen sich in den kommenden Jahren auf veränderte Rahmenbedingungen einstellen. Die Rahmenbedingungen, welche die Grundlage für die künftige Entwicklung darstellen, müssen in ihrer Konsequenz erkannt werden, um realistische Ziele und Handlungsfelder für die Zukunft abzuleiten:

- Der allgemeine Geburtenrückgang und die damit schrumpfende Bevölkerung betrifft insbesondere den peripheren Raum und somit die ländliche geprägten Städte und Gemeinden.

- Die Überalterung der Gesellschaft wird verstärkt durch das Älterwerden geburtenstarker Jahrgänge, die in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren das Rentenalter erreichen.

- Der Sog, insbesondere jüngerer, gut ausgebildeter Menschen, zu den Arbeitsplatzzentren und damit meist in die größeren Städte ist nachzuweisen. Traditionelle Arbeitsplätze in Landwirtschaft und Handwerk gehen weiter zurück.

- Es werden künftig geringere Fördermittel im Rahmen vorhandener Förderprogramme von Bund und Land für Gemeinden im ländlichen Raum zur Verfügung stehen.

- Ein Großteil der Gemeinden hat Schwierigkeiten die Gegenfinanzierung für mögliche bzw. notwendige Förderprojekte aufzubringen, da vielfach die Haushalte nicht oder nicht ausreichend ausgeglichen sind.

- Höhere Belastungen der Gemeinden zur Erhaltung bestehender Infrastruktur; unter anderem durch Rückgang der Steuereinnahmen aufgrund der Alters- und Sozialstruktur.

- Bei älteren Menschen bestehen vielfach geringere Investitionsmöglichkeiten und altersbedingt auch geringere Investitionsbereitschaft für private Maßnahmen.

- In vielen Dörfern und auch Kleinstädten des ländlichen Raumes sind auch heute schon verstärkt Leerstände, vor allem in dicht bebauten Ortskernlagen, nachzuweisen. Dieser Trend wird viele Gemeinden in naher Zukunft betroffen machen.

- Schon heute ist der Zerfall von Immobilienpreisen aufgrund geringer Nachfrage nachzuweisen. Dadurch entsteht unter anderem eine soziale Erosion in Ortskernlagen und auch in älteren Neubaugebieten.

- In kleineren Städten und Gemeinden ist vielfach geringer ausgebildetes Fachpersonal für ortsplanerische und städtebauliche Problemlösungen anzutreffen. Innovative Hilfestellung durch Fachberatung fehlt, was für die meisten Gemeinden im ländlichen Raum ein großer Nachteil ist.

 

 
     

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Modelvorhaben Dorferneuerung Rheinlandpfalz

Wie geht die Dorferneuerung in Zukunft weiter?


Albersweiler: nach Verkehrsentlastung durch die Umgehung der B10 steht die Neugestaltung des Innerorts und der Entwicklung örtlicher Potenziale an. Hierbei geht es um die Attraktivierung des Weinstraßenortes für den Tourismus wie auch für die örtliche Wohnbevölkerung.


Jettenbach: die Erarbeitung von Aufgabenfeldern für die künftige örtliche Entwicklung erfolgt zusammen mit einer Gruppe interessierter Bürger aus dem Ort, es finden wiederkehrend seminarartige Veranstaltungen statt, die schrittweise Projektthemen konkretisieren und zur Umsetzung führen. Projektthemen für die Zukunft sind:

- Wiederbelebung von innerörtlichen Leerständen
- Raumorganisation für Gemeinschaftsleben
- neue Formen des Miteinanderlebens als soziale Gemeinschaft
- örtlich sinnvoll eingesetzte Energiekonzepte
- Vorrausetzung schaffen für einen Zugang zum Internet

In Verbindung mit den naturräumlichen Bedingungen findet als integrierter Beitrag eine ökologische Planung statt.


Beiden Projekten liegt das Ziel zugrunde, durch Nutzung vorhandener Potenziale und Schaffung von Arbeitsplätzen die Attraktivität des Ortes zu steigern und für die Zukunft zu erhalten.


Weitere Projekte:

- Glanmünchweiler als kleiner, zentraler Ort
- Lohnsheim, Rheinhessen, als "Nurwohnort"
- Ungstein als eingemeindeter Stadtteil von Bad Dürkheim

 

 
     

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      Modelvorhaben Stadtentwicklung - Innenstadtentwicklung

- Stadt Landau in der Pfalz
- Kaub am Rhein
- Stadt Deidesheim
- Radevormwald
- Georgien: Tiflis, Gori, Kutaisi
 
 
     

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      Modelvorhaben innerörtliche Nachverdichtung

- BASF Siedlung Maxdorf/Pfalz
- Ortsgemeinde Westheim/Pfalz
- Stadt Heddesheim/Baden-Württemberg
 
 
     

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      Modelvorhaben verdichteter Wohnungsbau

- freistehende Einfamilien-Wohnhäuser in der Verdichtung,
  Bsp.: Neubaugebiet Schwedelbach/Westpfalz
 
 
     

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      Modelvorhaben Touristikentwicklung

- Touristikkonzepte für die Verbandsgemeinden Hermeskeil und
   Kell am See, Rheinlandpfalz
- Freizeit- und Touristikkonzept für Annweiler/Trifels Pfalz
 
 
     

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      Modelvorhaben Verkehrsanlagen

- Draisinenentwicklung von Altenglan nach Staudernheim Pfalz
- Rückbau und Gestaltung des Erschliessungssystems
  BASF-Siedlung in Maxdorf/Pfalz
- Verkehrsraumgestaltung und Verkehrsberuhigung durch
  Nachweis von Ortsrandstrassen in verschiedenen Gemeinden,
  z.B. Niederolm, Hettenleidelheim, Deidesheim, Freinsheim u. a.
 
 
     

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      Diverse Aufsätze in Fachzeitschriften, Vorträge bei Tagungen sowie aktuelle Publikationen
 
 
     

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